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Viele Fürsprecher

Auf Seite der Nachfrager nach Hochwasserschutz sind sowohl Privatpersonen als auch Unternehmer und Kommunen daran interessiert, dass mehr Hochwasserschutz produziert wird.

Auf Seite der Anbieter wären Landwirte durchaus dazu bereit, zusätzlichen Hochwasserschutz durch Aufforstungen zu produzieren, sofern sie die höheren Bereitstellungskosten durch wirksame Anreize gezahlt bekommen.

Hochwasserschutz- Clubs

Damit Anbieter und Nachfrager gezielt zusammen finden, möchten wir spezielle Hochwasserschutz-Clubs bilden. Was es damit auf sich hat, lesen Sie hier ..

Hochwasserschutz - ein knappes Gut

Der Hochwasserschutz zählt zu den wertvollsten Leistungen von Wäldern. Die Flutkatastrophen der letzten Jahre an Donau, Elbe, Oder, Rhein und all ihren Zuflüssen zeigen auf, wo die Defizite liegen. Wir produzieren hierzulande und im benachbarten Ausland nicht genug Hochwasserschutz. Die volkswirtschaftlichen Kosten für die Beseitigung von Schäden gehen in die Milliarden.

Wir benötigen ganz dringend zusätzlichen Wald dort, wo die Hochwässer regelmäßig entstehen – in den Gebirgs- und Mittelgebirgslagen.

Hochwasserschutz - ein öffentliches Gut

Öffentliche Güter haben es an sich, dass von ihnen in aller Regel nicht genug produziert wird, weil diejenigen, die sie bereit stellen, dafür nichts bekommen. Preise sagen bei öffentlichen Gütern – wie beim knappen Gut Hochwasserschutz – nicht die Wahrheit.

Bei einem privaten Gut, wie etwa einem Fahrrad, bestimmt der Preis das Angebot und die Nachfrage. Steigt der Preis, so signalisiert der Preis Knappheit und mehr wird produziert. Sinkt der Preis, so signalisiert er Überschuss und die Nachfrage nach dem preiswerten Gut steigt, doch gleichzeitig sinkt die Bereitschaft zu produzieren. Und wenn ich das Fahrrad kaufe, dann kann ich allein darüber verfügen.

Zwei Besonderheiten fallen auf:

ein lokales öffentliches Gut

Die Nachfrager nach dem öffentlichen Gut Hochwasserschutz sind räumlich ganz eng begrenzt.

Liegen Häuser oder Fabriken in einem potenziellen Überschwemmungsgebiet, so sind sie im Falle einer Flut ausnahmslos alle mehr oder weniger stark gefährtet. Dies ist ein wesentlicher Grund, weshalb Versicherungen nicht wirklich funktionieren können. Solche Versicherungsfälle landen regelmäßig bei den Rückversicherungsgesellschaften. Und neue Policen sind schwer zu bekommen, wenn den Versicherern die Risiken bekannt sind. Es stellt sich die Frage, ob Eigentümer überschwemmungsgefährdeter Objekte dazu bereit sind, für zusätzliche Hochwasserschutzleistungen zu zahlen, und falls ja, wie viel.

Liegt ein Haus oder eine Fabrik außerhalb überschwemmungsgefährdeter Gebiete, so ist der Hochwasserschutz für sie nutzlos. Eigentümer dieser Objekte kämen nie auf die Idee, eine Versicherung abzuschließen.

ein stochastisches öffentliches Gut

Hochwasser schlimmen Ausmaßes passieren – Gott sei Dank – nicht überall und nicht jedes Jahr. Sie treten in einer gegebenen Höhe mit einer zu erwartenden Wahrscheinlichkeit auf. Ein so genanntes 100-jährliches Hochwasser kommt im statistischen Mittel alle 100 Jahre einmal vor. Nur kann es passieren, dass gerade dieses eine Ereignis auch schon ein Jahr nach einer großen Flut passiert. Ein 25-jährliches Hochwasser mag schon ausreichen, dass in einem Haus der Keller überflutet ist. Bei einem 30-jährlichen Hochwasser werden in dem selben Haus Wohnzimmer und Küche geschädigt.

Es spricht vieles dafür, dass extreme Witterungssituationen, die zu außergewöhnlichen Hochwasserabflüssen führen, in Folge der Klimaerwärmung häufiger werden.

Wälder produzieren Hochwasserschutz

Wälder produzieren Hochwasserschutz auf zweierlei Weise:

Wälder wirken in der Landschaft wie Schwämme, die überschüssiges Niederschlagswasser aufsaugen und damit puffern können. Die Wirkungszusammenhänge sind dabei ausgesprochen komplex.

Leistungen von Wäldern quantifizieren

Wenn wir in einem Wassereinzugsgebiet gezielt zusätzliche Hochwasserschutzleistungen produzieren wollen, so kommt es sehr darauf an, die wirksamsten Stellen für Aufforstungen zu finden. Für Aufforstungen an diesen Stellen wären – nach meiner festen Überzeugung – die Unterlieger bereit, sehr viel Geld zu bezahlen, damit ihnen künftige Schäden erspart bleiben, oder in geringerem Ausmaß erfolgen.

Mit Hilfe komplexer Computer-Simulations-Programme können solche Vorrangflächen bestimmt werden.

Wir helfen Ihnen gern, solche Vorrangflächen zu lokalisieren. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.